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Kommentar zu Sozialdezernentin und Stadtkämmerer setzen auf teureren Monopolist

Da hätte ich doch mal eine Frage an die Protagonisten des Wettbewerbsgedankens? Wohin hat uns denn der hier vielgerühmte Wettbewerbsgedanke im Gesundheitsbereich bzw. im ganzen Sozialbereich gebracht?
Billiglöhne, schlechte Versorgung, würdelose Zustände bspw. in Pflegeheimen. Wer kann angesichts dieser unhaltbaren Zustände noch auf die Kräfte des Marktes setzen. Regelmäßig werden durch solche vermeintlich notwendige und Objektivität suggerierende Ausschreibungen bestehende funktionierende soziale Strukturen auf dem Altar einer blinden Geiz ist Geil-Mentalität geopfert. Ganz so als wäre es selbstverständlich, dass Gesundheit, Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung und menschenwürdige Versorgung eine Ware wie jede andere sei. Wollen wir uns wirklich bis in die existenziellsten Bereiche dieser Logik beugen? Ich sage nein und darüber hinaus scheisse ich auf ein derartiges Europa, welches die Menschen und jeden Lebensbereich den Kapitalverwertungsinteressen ausliefert- das ist ein Spiel in dem nur sehr wenige gewinnen. Aber selbst die unerschütterlichen unter uns, sollten den Fakt zur Kenntnis nehmen, dass die Rationalitätsbehauptung der Stadt angesichts des obskuren Verfahrens (der teurere underfahrenere und neue "Dienstleister" gewinnt!)nachgerade ein Witz ist! Was hier läuft ist doch nun wirklich evident. Aus reinen Herrschaftserwägungen heraus wird hier ausschließlich nach politischen Kriterien entschieden und diese Entscheidung lautet dann in Wirklichkeit: eine etablierte Institution der Behindertenbewegung sturmreif zu schießen, denn sie passt den Verantwortlichen in der Stadt offensichtlich nicht in ihre neoliberalen Pläne und steht quer zu ihrem Sparetatfetischismus. Und wer bezahlt die Zeche? Die Menschen mit Behinderung, die ihre Wahlfreiheit verlieren und auf Gedeih und Verderb an einen Monopolisten ausgeliefert werden und vor allem die 100 ArbeitnehmerInnen, die durch diese skandalöse Entscheidung der Stadt in existenzielle Not gebracht werden. Wie man angesichts dieser Vorgänge zu einer Bewertung kommen kann, wie sie einige meiner Vorredner vorgenommen haben, ist für mich nicht nachvollziehbar. Also lieber CeBeeF- mach weiter so, wir alle brauchen gerade jetzt Instituionten, die sich für die Diskriminierten und Schwachen einsetzen und die es nicht müde werden legitime Forderungen und Interessen von Menschen mit Behinderung nachdrücklich zu vertreten - ihr seid auf dem richtigen Weg!

jeder 22.5.2010 7:01:30 [8042 Hits]

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