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Kommentar zu FBAG ruft Behinderte zur Demonstration auf

Zur Info unser Flugblatt: Nein, das war keine "faire" Ausschreibung
Am 10.05.2010 wurde der ARGE, Bietergemeinschaft der Frankfurter Fahrdienste für Menschen mit Behinderung, vom Jugend- und Sozialamt per Fax mitgeteilt, dass sie bei der europaweiten Ausschreibung der Spezialfahrdienste nicht berücksichtigt werden soll. Mit dieser Entscheidung werden in Frankfurt am Main über 100 existierende Arbeitsplätze vernichtet und 350 weitere gefährdet. Unsere Arbeitsplätze!<br />
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Wir sind keine „schlechten und beleidigten“ Verlierer einer „ordentlichen und fair“ durchgeführten Ausschreibung Wir protestieren, weil wir der Meinung sind, Opfer einer politischen Entscheidung geworden zu sein, die im Jugend- und Sozialamt vorbereitet wurde. Es geht darum unsere unbequemen, weil behindertenpolitisch aktiven Organisationen durch leicht händelbare Dienstleister zu ersetzten. Das ist weder ordentlich noch fair.<br />
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Begonnen hatte die Ausschreibung im August 2009. Wegen schwerer inhaltlicher Mängel musste ständig nachgebessert werden, die Zuschlagsfrist wurde immer weiter verschoben...und so hat das„ordnungsgemäße“ Verfahren über 8 Monate gedauert! Viel länger als geplant! Für alle Mitarbeiter/innen der Fahrdienste eine furchtbare Zeit der Unsicherheit und Existenzängste. Begleitet wurde die Ausschreibung von Presseartikeln, die aus dem Jugend- und Sozialamt lanciert wurden. In diesen Artikeln wurde versucht, die Arbeit und Leistungen der ARGE-Fahrdienste in der Öffentlichkeit zu diffamieren.<br />
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Am Ende der Ausschreibung steht nun eine lapidare Absage der Stadt Frankfurt an die ARGE, gefolgt von einer wirren und nichtssagenden „Begründung“, hinter der die wahren politischen Beweggründe verschleiert werden sollen<br />
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Aber warum die Ausschreibung und diese Entscheidung?<br />
Stellt man diese Frage an die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung bekommt man die Platidüde von den angestrebten „Qualitätsverbesserungen“ um die Ohren gehauen: Man wolle Klimaanlagen, TÜV-Zertifikat und Spontanfahrten einführen. Aber das alles ist heute schon Standard bei unseren Fahrdiensten. <br />
Die Forderungen der Frankfurter Behinderten Arbeitsgemeinschaft (FBAG) nach wirklichen Qualitätsverbesserungen blieben hingegen unberücksichtigt. Keine Aufhebung der Fahrtenkontingentierung, keine Erweiterung des Fahrtenradius! Das ist der Stadt zu teuer! Lieber ersetzt man die seit 10 Jahren zuverlässig funktionierenden, bei den Fahrgästen äußerst beliebten Fahrdienste, durch einen teureren Monopolisten und nimmt so Menschen mit Behinderung die Freiheit bei der Wahl ihres Fahrdienstes. Statt in Qualitätsverbesserung investiert man das Geld in die Abwicklung politisch unliebsamer Organisationen...in die Abwicklung von uns Beschäftigten!<br />
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Der Ausgang der Ausschreibung ist ein Desaster... aber wir werden kämpfen bis sie zurückgenommen wird! Wir lassen uns nicht Rausschreiben!<br />
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Die Mitarbeiter/innen der ARGE: Fahrdienste Rumpf, Fraternität, CeBeeF und des <br />
Roten Kreuz!<br />

jeder 2.6.2010 15:53:22 [8208 Hits]

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